Farben – Kratzen – Schreiben

Wie ich male.

Es beginnt mit einem Thema oder einfach dem Wunsch zu malen.
Ich grundiere die Leinwand weiß, einfarbig oder mehrfarbig.
Auf die Grundierung kommt eine weitere Farbschicht, oft einfarbig möglicherweise noch eine weitere Farbschicht, deckend oder teilweise deckend. Ich nehme den (großen) Messerspachtel und kratze in die Leinwand oder male mit Spachteln Formen auf die Leinwand.

Mehr und mehr wird die linke Hand aktiv. Sie ist die ungelenke Hand. Sie kommt vom Herzen, nicht vom Kopf. Sie produziert ungewollte, oft erstaunliche Formen.

Ich schreibe Texte auf die Leinwand – besser: ich kratze Texte. Leichte Texte, schwere Texte, ich kratze tief in die Farbschichten, oft mit voller Aggression und Körpereinsatz.

Ich schreibe in englischer Sprache – das hat persönliche Gründe.

Ich schreibe Gedichte, Gebete und eigene Texte. Ich lege meine ganze Emotionalität ins Schreiben. Und ich wünsche mir, dass sie für den Betrachter spürbar wird.

Auf die Ränder der Leinwand schreibe ich ein Dankgebet. Ich signiere nicht.

Die Bildfläche ist nicht opak. Sie ist durchscheinbar. Wenn die Bilder hinterleuchtet werden, leuchten die gekratzten Stellen auf, manchmal auch größere Flächen.

Das Hinterleuchten und Beleuchten mit verschiedener äußerer Beleuchtung erzeugt verschiedene Sichtweisen und erzeugt eine Lichttiefe. Im Verlaufe eines Tages erreicht das Bild durch die Veränderung des Tageslichts eine Vielzahl von Erscheinungsformen.

Kunst aus Offenbach von Helmut Kumm

Helmut Kumm (120x120cm) © kunst-offenbach.com

Kunst aus Offenbach von Helmut Kumm

Helmut Kumm (120x120cm) © kunst-offenbach.com

Kunst aus Offenbach von Helmut Kumm

Helmut Kumm (120x120cm) © kunst-offenbach.com

Kunst aus Offenbach von Helmut Kumm

Helmut Kumm (120x120cm) © kunst-offenbach.com

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