Galerie von Helmut Kumm

Mit Zeichnen, Malen und kleinen Büchern begann mein künstlerisches Spielen in meiner Kindheit. Dies ist in meinen Karikaturen präsent. Die tiefere Auseinandersetzung mit Kunst, angeregt durch das ACTION PAINTING und das INFORMEL, brachte die Bilder meiner großformatigen Gemälde hervor. Dazwischen stehen die kleineren Formate. Sie sollen ästhetisch schön sein, dem Betrachter Freude machen und ihm dabei ihre Inhalte vermitteln.

Fast alle meine Bilder haben die Gemeinsamkeiten: Sie sind skriptural, sie sind experimentell, sie sind nicht-perfekt. Und sie warten darauf, betrachtet zu werden.

Großformatige Leinwand

Eine großformatige Leinwand ist eine Herausforderung und Mal-Akt mit großen Bewegungen. Ich male mit einem Spachtel, den ich als glättendes Werkzeug benutze, und auch wie ein Messer oder einen Degen, mit dem ich das Bild attackiere. Es ist ACTION-PAINTING.

Ich grundiere die Leinwand in einer Farbe, trage darauf eine weitere Farbschicht auf. Dann kratze ich mit dem Spachtel einen ersten Text hinein. Dann beginnt das Bild lebendig zu werden. Die ersten Schriftzüge provozieren Farben, sie provozieren Abdeckungen mit Pigmenten und Quarzsand oder anderen Materialien. Asche ist ein besonderer Stoff, auch Erde. Es geht oft um den Krieg, um die atrocities (Gräueltaten des Faschismus). Ich schreibe in englischer Sprache. Ich schreibe mit der linken Hand. Das ist eine Art sprachlicher und körperlicher “Freistil”.

Kleinere Formate

Kleinere Formate haben kleinere Ansprüche. Ich male sie mit den besonderen Farben der französischen Firma Sennelier. Sie haben ein sehr großes Farbspektrum. Meine Intention ist es, “schöne Bilder” zu malen – Bilder, die dem Betrachter “gut tun”.

Dennoch sind es Bilder, die bei längerem Betrachten “tiefer gehen”. Viele der kleineren Bilder tragen Texte. Meist sind es Gebete oder Gedichte. Sie sind nicht lesbar, aber sie tragen eine Botschaft, die sich dem Betrachter mitteilen kann.

Kleine Männchen und Tiere

Kleine Männchen und Tiere zu malen war schon seit meiner Kindheit ein großer Spaß. Es begann, als ich zum ersten Mal Bilder von Paul Klee sah.
Kleine Männchen zu malen war auch immer ein Protest. Ein Protest gegen den Kunstunterricht in der Schule. Ein Protest gegen die hehren, tiefgehenden Ansprüche der “akademischen Kunst”. Und ein Protest gegen die bürgerliche Gesellschaft, die ich in Karikaturen ärgern wollte.

Kleine Männchen und kleine Tiere können ganz ähnlich wirken wie der Humor wirkt.

Menü